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Galerie FF artspace


Aktuelle Ausstellung:

-Second Screen-

Einzelausstellung 

Stephan Paul Schneider

 

Eröffnung: Samstag, 22. August 2026 | 17:00 – 20:00 Uhr

Seit den 1990iger Jahren arbeitet Schneider an einer Hinterfragung seiner /unserer Sehgewohnheiten und -gewissheiten, indem er sich immer stärker seinen Motiven nähert und auf der Grundlage von photographischen Close-Ups von Containeroberflächen, Mauern, etc. eine Malerei entwickelt, die sich einerseits mimetischer, abbildender Bildstrategien bedient und andererseits Bildentwürfe konkret aus dem Material entwickelt. (Michael Bockemühl beschreibt 1995 diese Malerei als „abbildliche Gegenstandslosigkeit“, bei der der Betrachter „in der prinzipiellen ständigen Umwertungsmöglichkeit aller sichtbaren Elemente … die eigene Tätigkeit des Anschauens als das verbindende Dritte, als eigenen sinnstiftenden Prozess bemerken“ * kann.) 

Ein weiteres Mittel der Kritik und Befragung der Bildwirklichkeit ist Schneiders Auseinandersetzung mit einer Mehrteiligkeit des Bildes, bei der der Bildraum gestört, zerstört und neu zusammengesetzt wird oder gegensätzliche Strukturen addiert und zusammengesetzt werden. Auf diese Skepsis am Einzelbild und die häufige Mehrteiligkeit bezieht sich auch der assoziativ ironische Titel der Ausstellung „Second Screen“.

 

Seit 2000 bewegt sich Schneiders Arbeit verstärkt interdisziplinär zwischen Malerei, Zeichnung, Photographie/Video/Digitalarbeit und Objektkunst und nutzt hierbei verschiedene analoge und digitale Medien. 

Als ein von der Musik kommender bildender Künstler glaubtSchneider nicht an Ergebnisse, sondern nur an Fragen, Prozesse und die prinzipielle Umdeutbarkeit und Interpretierbarkeit aller Begriffe und Fakten in der künstlerischen Auseinandersetzung.

 

„Durch Transformationsprozesse - etwa über das Foto zum Gemälde – macht der Künstler etwas sichtbar, was anders nie zu sehen wäre. Jede Eindeutigkeit würden den Blick genau dafür versperren.“ ** 

 

 

 

* Michael Bockemühl, Entfremdung durch Näherung – Näherung durch Entfremdung

zur abbildlichen Gegenstandslosigkeit in den Bildern von Stephan Schneider, Katalogtext, Wuppertal,1995

Kurzvita Stephan Paul Schneider

 

Schneiders vielschichtiges Werk, das stark geprägt ist von den Medien Malerei und Photographie, entwickelt sich zunehmend interdisziplinär. Seine Lehre und hochschulpolitische Arbeit werden von ihm

ausdrücklich als Teil seiner künstlerischen Arbeit gesehen. Er arbeitet langfristig an verschiedenen Werkgruppen, z. B. „Das utopische Archiv“ oder „Zwischen Erinnerung und Entwurf“, zu denen zuletzt Arbeiten in Wuppertal, Mülheim a. d. Ruhr, Berlin, Essen und Tétouan (Marokko) zu sehen waren.

 

Stephan Paul Schneider lebt und arbeitet in Gelsenkirchen und Bochum.

Er studierte Kunsterziehung bei Wolfgang Kliege und Ulrich Erben an der Kunstakademie

Düsseldorf/Abteilung Münster sowie Philosophie an der Westfälischen Wilhelms Universität und später Freie Kunst an der Kunstakademie Münster. 1992 absolvierte er dort mit Auszeichnung, als Meisterschüler bei Ulrich Erben. Seither arbeitet Schneider als freischaffender Künstler und Kunstlehrer.

Darüber hinaus ist Schneider seit 1978 als Musiker solo und in verschiedenen Bands (Limerick Junction, Steampacket, u. a.) international tätig.

 

1997 gründete Stephan Paul Schneider die Freie Kunstakademie Rhein/Ruhr, welche er auch seit der Neugründung im Jahr 2001, zunächst unter dem Namen „freie kunstakademie“, später „Freie Akademie

der bildenden Künste Essen“, bis 2021 leitete.

Seit 2004 arbeitete Schneider an der Konzeption und Akkreditierung von drei grundständigen künstlerischen Studiengängen und an der Etablierung und Anerkennung einer privaten, staatlich anerkannten Kunsthochschule im Ruhrgebiet. 2013 wird er so zum Initiator und Gründungspräsidenten

der HBK Essen, die er, nach der staatlichen Anerkennung, von 2014 bis Oktober 2021 als Präsident der Hochschule leitete und an der er als Professor für das Fachgebiet Malerei/Grafik bis 2025 lehrte.

 

Instagram: @stephanpaulschneider

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